Feststimmung, Herbst-Blues und die ordnende Hand an der Linie

Die Saison 2025/26 auf dem Kaiserberg begann mit einem echten Fußballfest. Über 900 Zuschauer pilgerten Ende Juni ins Stadion, um den Testspielkracher gegen den Drittligisten Viktoria Köln zu erleben. Auch wenn die Partie mit 0:5 verloren ging, war die Aufbruchstimmung in der „Bunten Stadt“ förmlich greifbar. Doch der Start in den Rheinlandliga-Alltag gestaltete sich schwieriger als erhofft.

Besonders der September 2025 entwickelte sich zur Belastungsprobe. Nach deutlichen Niederlagen gegen die SG Schneifel und in Hochwald folgte am 6. Spieltag eine bittere 2:8-Heimklatsche gegen Eintracht Trier II. Die Presse, insbesondere die „Rhein-Zeitung“, kritisierte die Defensive als „nicht Rheinlandliga-tauglich“. In dieser Phase wurde schmerzlich deutlich, wie sehr Abwehrspieler Yannick Dillmann auf dem Platz fehlte. Dillmann konnte aufgrund einer langwierigen Verletzung zwar kein einziges Spiel absolvieren, unterstützte die Mannschaft aber als wichtiger Faktor im Trainerteam. In seiner Rolle als Co-Trainer unterstützte er Chefcoach Thomas Schuster dabei, die defensive Ordnung wiederherzustellen und der jungen Elf Stabilität zu verleihen.

Immerhin: Im Rheinlandpokal zeigte die Mannschaft eine bessere Seite. Mit einem souveränen 3:0 bei der TuS Asbach qualifizierte sich der VfB für die dritte Pokalrunde. Dass die Moral intakt war, bewies die Kaiserbergelf pünktlich zum Wintereinbruch. Nach acht sieglosen Ligaspielen gelang gegen den FV Morbach ein befreiender 4:0-Sieg. Darauf folgend rang der VfB Linz im Rheinlandpokal den Ligakonkurrenten VfB Wissen in der Verlängerung nieder und stand erstmals seit der Saison 2021/2022 wieder im Achtelfinale. Dort lieferte sich die Kaiserbergelf mit dem Ahrweiler BC Anfang November ein packendes Duell und musste sich erst in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben. Zum Jahresabschluss gegen den Tabellenzweiten Wittlich erkämpfte sich das Team in der Nachspielzeit durch Fabio Schopp ein emotionales 2:2. Mit 24 Punkten und dem zehnten Tabellenplatz verabschiedete sich der VfB mit einem wertvollen Polster in die Winterpause.

Fotos: ©Max Jäger / @maxjaeger.media