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Der VfB Linz hat sich mit einer enttäuschenden Leistung in die Sommerpause verabschiedet. Am letzten Spieltag der Rheinlandliga kassierte die Kaiserbergelf bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich eine auch in dieser Höhe völlig verdiente 1:7 (1:3)-Klatsche. Damit lieferte die Kaiserbergelf nun schon zum fünften Mal in Folge brav ihre Punkte bei der SG ab.
Früher Schock und kaum Entlastung
Der Matchplan von VfB-Coach Thomas Schuster, sich zum Saisonabschluss noch einmal ordentlich zu präsentieren, war bereits nach wenigen Augenblicken Makulatur. Die Mannschaft wirkte von Beginn an defensiv überfordert und lief schon nach 2 Minuten einem Rückstand hinterher, als Daniel Arenz aus spitzem Winkel zum 0:1 traf. In der Folge gelang es den Linzern kaum, die eigene Hälfte zu verlassen, um für Entlastung zu sorgen – so verzeichnete der Mülheimer Schlussmann erst nach 20 Minuten seinen allerersten Ballkontakt.
Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel im Grunde schon gelaufen. Martin Jacobs (15.) per Fernschuss von der Strafraumgrenze und Paul Heuser (20.) mittels einer sehenswerten Direktabnahme schraubten das Ergebnis blitzschnell auf 0:3 hoch. Die Linzer liefen dem schnellen Kurzpassspiel der Gastgeber meist nur hinterher. Einziger Lichtblick in einem ansonsten völlig verkorksten ersten Durchgang war Stürmer Vin Kill, der in der 28. Minute ein wenig aus dem Nichts zuschlug und mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 etwas Ergebniskosmetik betrieb. Dass es bis zur Pause bei diesem Resultat blieb, war vor allem der mangelnden Konsequenz der Hausherren im Torabschluss zu verdanken.
Defensiver Offenbarungseid im zweiten Durchgang
Wer gehofft hatte, der VfB könnte nach dem Seitenwechsel noch einmal eine Reaktion zeigen, wurde jedoch enttäuscht. Die Kaiserbergelf konnte zu keinem Zeitpunkt an die Leistung vom vergangenen Mittwoch anknüpfen und ergab sich im zweiten Durchgang regelrecht ihrem Schicksal. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff stellte Tobias Uhrmacher auf 1:4 (49.), ehe Paul Platzek nur fünf Minuten später (54.) das fünfte Mülheimer Tor nachlegte.
Es passte zum unglücklichen Auftritt des VfB, dass Niklas Klein in der 63. Minute auch noch ein Eigentor zum 1:6 unterlief. Den bitteren Schlusspunkt setzte erneut Platzek, der in der 67. Minute mit dem 1:7 den Endstand und gleichzeitig den höchsten Saisonsieg für die Gastgeber besiegelte.
„Der Ofen war aus“ – Enttäuschung vor der Sommerpause
Während auf der anderen Rheinseite entsprechende Freude herrschte, gab es im Linzer Lager pure Ernüchterung. Trainer Thomas Schuster sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit deutlicher Kritik an der Einstellung seiner Mannschaft: „Man hat gemerkt, dass der Ofen aus ist. Wir haben zu keiner Minute ins Spiel gefunden. So darf man sich, auch wenn es um nichts mehr geht, einfach nicht hängen lassen.“
Mülheim-Kärlich: Reifenschneider – Uhrmacher (75. Somrani), Sauer, Fritsch (59. Burscheid), Scheu (68. Mohebzada) – Fuß (46. Platzek), Semmler, Männchen – Aretz, Heuser (59. Wilmsmann) – Jacobs.
Linz: Wielpütz – Sahlan, Kubatta (63. Arben Sejdija), Klein, Armin Siljkovic – Mamuti, Becker, Krupp (49. Schopp), Tücke – Kill (63. Owczarzak), Rauschenberger.
Zuschauer: 250.
Schiedsrichter: Antonia von Kölichen (Bonn).
Tore: 1:0 Daniel Arenz (02.), 2:0 Martin Jakobs (15.), 3:0 Paul Heuser (20.), 3:1 Vin Kill (28.) 4:1 Tobias Uhrmacher (49.), 5:1 Paul Platzek (55.), 6:1 Niklas Klein (63./Eigentor), 7:1 Platzek (67).