In ihrem vorletzten Heimspiel der Rheinlandliga-Saison 2025/26 traf der Tabellenelfte VfB Linz auf den Klassenprimus Ahrweiler BC. Am Ende stand das fürchterliche Ergebnis von 2:9. Konsterniert verließen die Linzer Fans den Kaiserberg.
Durch die Samstagsergebnisse in der Oberliga war vor Spielbeginn bereits klar, dass es in der Rheinlandliga keinen fünften Absteiger geben wird und der VfB somit nicht mehr absteigen kann. Ob das dem Einsatzwillen der Linzer zugutekam, mag nach dem 2:9 jeder selbst beurteilen.
Ausgleich kurz vor der Pause
Jedenfalls startete die Kaiserbergelf nervös in die Partie. Bereits in der 9. Minute nutzte Ahrweiler eine Balleroberung nach einem Linzer Angriff zur frühen 1:0-Führung. Ahrweiler hatte das Spiel fest im Griff, tat aber nur noch das Nötigste. Das hatte zur Folge, dass die Heimmannschaft nach und nach besser ins Spiel kam und Mut fasste. Manuel Rott erzielte in der 42. Minute den überraschenden, aber zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1-Ausgleich.
Doch die Freude währte nur kurz: Denn der Linzer Florian Mamuti handelte sich wegen Ballwegschlagens noch vor dem Abpfiff seine 2. Gelbe Karte ein, sodass Linz die zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste. Zu allem Überfluss schoss der Ahrweiler Rekordtorschütze Almir Porca sein Team ebenfalls noch vor der Pause zur 2:1-Führung.
Vier Gegentore in zehn Minuten
Nach dem Seitenwechsel brach der Widerstand der Gastgeber schließlich vollends zusammen. Durch vier Gegentreffer zwischen der 63. und 73. Minute wuchs der Rückstand auf 1:6 an. Zwar gelang dem VfB in der 77. Minute per Elfmeter durch Adis Siljkovic noch eine Ergebniskosmetik zum 2:6, doch das war es dann auch aus Linzer Sicht. Torschütze Adis Siljkovic verletzte sich nur zwei Minuten nach seinem Tor und konnte nicht mehr weiterspielen. Da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, musste Linz die Schlussphase mit nur noch neun Spielern beenden. Die numerische Überlegenheit nutzte der Tabellenführer gnadenlos aus und schraubte das Ergebnis durch weitere Treffer, darunter ein Freistoßtor von Porca kurz vor dem Ende, auf den deutlichen 2:9-Endstand hoch.
Wiedergutmachung bereits am Mittwoch, 13. Mai?
Aus Linzer Sicht war es ein gebrauchter Tag, der Fragen nach der Einstellung und Mentalität der Mannschaft aufwirft, gerade dann, wenn es nicht gut läuft. Das Team von Trainer Thomas Schuster hat nun noch zwei Ligaspiele, um Wiedergutmachung zu betreiben: zunächst am kommenden Mittwoch, 13. Mai, 20:00 Uhr, im vom letzten Spieltag vorgezogenen Heimspiel gegen den SV Laubach und dann am Samstag, 16.05., um 17:30 Uhr bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich.
Linz: Wielpütz – Sahlan (64. Sejdija), Juniku (54. Kirschbaum), Klein, Armin Siljkovic – Mamuti, Becker, Krupp (54. Tücke), Adis Siljkovic – Schopp (64. Kill), Rott (46. Rauschenberger).
Ahrweiler: Weidner – Schuh Abranches (81. Reuter), Könez, Ebersbach (81. Wetschorek), Schirmer – Voloshchuk (71. Thaqi), Pazurek, Idel (81. Ampadu), Kuzu – Marx (69. Mohamed), Porca.
Schiedsrichter: Alexander Mürtz (Mendig)
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Thomas Idel (9.), 1:1 Manuel Rott (42.), 1:2 Almir Porca (45.+2), 1:3 Ricardo Schuh Abranches (64.), 1:4 Idel (66.), 1:5 Luca Marx (67.), 1:6 Mo Saed (73.), 2:6 Adis Siljkovic (77., Foulelfmeter), 2:7 Redon Thaqi (83.), 2:8 Ümit Kuzu (85.), 2:9 Porca (89.).
Besonderheit: Gelb-Rot für Florian Mamti (45.).
Fotos der Partie
©Max Jäger / @maxjaeger.media

































































