Die erste Mannschaft des VfB Linz erkämpfte sich am Wochenende ein 1:1-Unentschieden gegen die SG Mülheim-Kärlich – und das dank eines späten Ausgleichs von Luca Kirschbaum, der nach über viermonatiger Verletzungspause sein Comeback gab.
Ereignisarme Anfangsphase – Mülheim mit den klareren Chancen
Die Partie begann verhalten. In den ersten 20 Minuten bestimmte Linz zwar das Spielgeschehen, doch echte Offensivgefahr entstand kaum. Die erste große Möglichkeit gehörte den Gästen: Nach neun Minuten kam Pascal Steinmetz gefährlich zum Abschluss, verpasste die Führung aber knapp.
Linz selbst verbuchte in dieser Phase nur einen abgeblockten Freistoß. Mülheim-Kärlich wurde ab Mitte der ersten Halbzeit mutiger. In der 30. Minute zog Lauro Männchen aus der Distanz ab – sein Schuss strich knapp vorbei. Kurz darauf hatte erneut Steinmetz zwei Möglichkeiten, beide jedoch ohne Erfolg. Linz blieb bemüht, das Spiel zu kontrollieren, doch Ungenauigkeiten im Passspiel verhinderten klare Gelegenheiten.
Zweiter Durchgang: Linz dominiert, Mülheim bleibt gefährlich
Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild: Der VfB ließ den Ball laufen und versuchte, Druck aufzubauen, während Mülheim-Kärlich die gefährlicheren Aktionen hatte. Ein scharf getretener Freistoß von Semmler segelte in der 56. Minute an Freund und Feind vorbei.
In der 62. Minute kam es dann zu einem schönen Highlight: Luca Kirschbaum feierte sein Comeback nach langer Verletzungspause. Auch Yannik Becker stand erstmals in dieser Saison für die Linzer auf dem Platz und wurde in der Schlussphase eingewechselt.
Kurz darauf verzeichnete der VfB durch Michael Krupp seinen ersten nennenswerten Abschluss – ein Nachschuss nach einem geblockten Freistoß (65.).
0:1 durch Steinmetz – umstrittene Szene vor dem Tor
In Minute 67 dann der Rückschlag: Nach einem Einwurf der Gäste forderten die Linzer lautstark ein Foulspiel wegen eines hohen Beins, doch der Pfiff blieb aus. Die Hintermannschaft war unsortiert, Mülheim spielte schnell und zielstrebig nach vorne. Jacobs legte quer auf Steinmetz, der zum 0:1 und zu seinem 11. Saisontreffer einschob.
Nur zwei Minuten später hatte der VfB die große Chance zum Ausgleich: Ein cleverer Chipball von Jannik Stoffels erreichte Kirschbaum, der mustergültig auf Tücke ablegte – doch dessen Abschluss aus bester Position ging über das Tor.
Von nun an erhöhte Linz den Druck, vor allem über die rechte Seite mit Florian Mamuti. Trotz zahlreicher Vorstöße blieben klare Torchancen jedoch Mangelware.
Gelb-Rot und Last-Minute-Jubel
In der 85. Minute wurde Mülheims Tobias Uhrmacher nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Die Kaiserbergelf spielte in der Schlussphase somit in Überzahl – und glaubte weiter fest an den Ausgleich.
Dieser Glaube wurde belohnt: Stoffels spielte in der Nachspielzeit einen herausragenden Ball in den Strafraum, Kirschbaum setzte sich stark durch, machte den Ball fest und schob zum viel umjubelten 1:1 ein. Ein emotionaler Treffer und ein Comeback nach Maß.
Der VfB Linz sichert sich dank des späten Treffers einen verdienten Punkt. Zum Abschluss der Hinrunde reist die Kaiserbergelf in der kommenden Woche nach Laubach.
Linz: Wielpütz – Sahlan, Klein, Juniku, Kubatta (62. Mamuti) – Krupp, Stoffels – Schopp, A. Siljkovic, Sejdija (62. L. Kirschbaum) – Tücke (86. Becker).
Mülheim-Kärlich: Lehmann – Ternes, Wilmsmann, Uhrmacher, Scheu – Männchen, Semmler (71. Sauer) – Pede (80. Heuser), Aretz (88. Burscheid), Steinmetz – Jacobs (76. Vulicevic).
Schiedsrichter: Marlon Manderfeld (Lissendorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Pascal Steinmetz (67.), 1:1 Luca Kirschbaum (90.+4).
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Tobias Uhrmacher (Mülheim/85.).
Video Highlights der Partie
Fotos der Partie
©Max Jäger / @maxjaeger.media


























































