Der VfB Linz hat am 4. Spieltag der Rheinlandliga eine 4:0-Führung gegen die TuS Mayen noch aus der Hand gegeben und am Ende 4:5 verloren. Fabio Schopp traf auf dem Kunstrasenplatz am Kaiserberg dreifach, doch nach zwei Platzverweisen und einem Strafstoß in der siebten Minute der Nachspielzeit stand die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster vor 240 Zuschauern mit leeren Händen da. Nach vier Spieltagen bleibt Linz mit einem Punkt am Tabellenende.
Traumstart der Kaiserbergelf
Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Ligaspielen gegen Aufsteiger sollte am Sonntag endlich der erste Dreier her und die Partie begann wie gemalt für den VfB Linz. Bereits in der 6. Minute schloss Vin Kill eine sehenswerte Kombination über Luca Stoffels und Yannik Becker per Flachschuss zum 1:0 ab.
Linz dominierte das Geschehen nach Belieben. Neun Minuten später erhöhte Fabio Schopp nach feiner Vorarbeit von Kill auf 2:0 (15.). Mayen agierte völlig harmlos und erarbeitete sich in der ersten Hälfte kaum eine nennenswerte Chance. Kurz vor dem Pausenpfiff schloss Schopp einen schnellen Konter über Moritz Rott eiskalt zum 3:0 (45.+1) Halbzeitstand ab.
4:0 nach 49 Minuten – und dann der Bruch
Auch nach dem Seitenwechsel schien der VfB unaufhaltsam. Moritz Rott traf zunächst den Pfosten (46.), ehe Schopp drei Minuten später nach Zuspiel von Meris Siljkovic seinen dritten Treffer des Tages zum 4:0 nachlegte (49.).
Was danach geschah, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Eklatante defensive Unaufmerksamkeiten der Linzer nutzte Yannik Schneider mit einem Doppelschlag zum 4:1 (51.) und 4:2 (55.).
Platzverweise bringen den VfB ins Schwimmen
Die Heimmannschaft verlor völlig den Faden und schwächte sich zudem selbst: Nach einer Beschwerde im Strafraum sah Torschütze Vin Kill in der 58. Minute wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl geriet der VfB Linz vollends ins Schwimmen. Kaan Öztürk verkürzte nach einer Ecke auf 4:3 (72.), Leon Kryeziu köpfte nach einem Freistoß den 4:4-Ausgleich (75.).
In der Schlussphase rückte sich Schiedsrichter Frederic Lotzer zunehmend in den Mittelpunkt. In der 83. Minute schickte er Armin Siljkovic wegen eines vermeintlichen Foulversuchs mit Rot vom Feld – eine äußerst harte Entscheidung, die den VfB auf neun Spieler dezimierte. Der bittere K.o. folgte in der Nachspielzeit: In der 97. Minute verwandelte Marcel Löhr einen umstrittenen Strafstoß zum 4:5-Endstand.
Fazit
Vier eigene Tore, eine 4:0-Führung nach 49 Minuten und am Ende trotzdem null Punkte. Nach vier Spieltagen steht der VfB Linz mit einem Punkt am Tabellenende und muss sich nach dieser zweiten Halbzeit dringend hinterfragen. Die Gründe allein beim Schiedsrichter zu suchen, würde zu kurz greifen.
📊 Spiel auf einen Blick
Rheinlandliga, 4. Spieltag, Saison 2026/2027
VfB Linz – TuS Mayen 4:5 (3:0)
VfB Linz: 01 Tyron Wielpütz (T), 03 Dogus Könez, 05 Niklas Klein (C), 06 Yannik Becker, 13 Luca Stoffels (15. 08 Meris Siljkovic), 14 Till Rauschenberger (61. 23 Manuel Rauschenbach), 16 Moritz Rott (61. 11 Florian Mamuti), 20 Milot Juniku, 24 Armin Siljkovic, 27 Fabio Schopp (61. 09 Manuel Rott), 30 Vin Kill
TuS Mayen: 01 Dominik Klein (T), 04 Kaan Öztürk, 08 Marcel Löhr (C), 10 Leon Kohlhaas, 11 Yannik Schneider, 13 Fabian Müllen (75. 14 Pavle Trivic), 15 Kevin De Jesus Francis Cabello, 17 Walid Hanioui (80. 30 Leonid Neumann), 23 Tim Feiler (46. 07 Leon Kryeziu), 24 Tyler Öztürk (46. 05 Tim Oliver Gilles), 29 Andre Röser
Schiedsrichter: Frederic Lotzer
Assistenten: Louis Abel und Robin Schwarz
Zuschauer: 240
Tore: 1:0 Vin Kill (6.), 2:0 Fabio Schopp (15.), 3:0 Fabio Schopp (45.+1), 4:0 Fabio Schopp (49.), 4:1 und 4:2 Yannik Schneider (51., 55.), 4:3 Kaan Öztürk (72.), 4:4 Leon Kryeziu (75.), 4:5 Marcel Löhr (90.+7, Strafstoß)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Vin Kill (58., VfB Linz, Meckern/Unsportlichkeit), Rote Karte für Armin Siljkovic (83., VfB Linz, Foulversuch)
Fotos der Partie
©Max Jäger / @maxjaeger.media





















