Was für ein Fußballabend! Der VfB Linz steht nach einem wahren Pokal-Krimi in der nächsten Runde des Rheinlandpokals. Beim Bezirksligisten TuS Asbach setzte sich die Kaiserbergelf erst nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 8:6 (3:3 nach Verlängerung) durch.
Vor rund 200 Zuschauern entwickelte sich eine Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war – inklusive Last-Minute-Ausgleich, drei Toren von Manuel Rott und einem kuriosen entscheidenden Elfmeter.
⚽ Dominant, aber ohne Belohnung
Von Beginn an übernahm der Rheinlandligist das Kommando. Der VfB kontrollierte Ball und Gegner, erspielte sich zahlreiche Chancen und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen.
Bereits in der 13. Minute musste der Asbacher Schlussmann nach einem gefährlichen Kopfball seine Klasse beweisen. Nur wenig später vergab Stoffels nach einem starken Spielaufbau freistehend die Führung, als er zu überhastet abschloss und knapp verzog.
Auch in der Folge drängte Linz auf das 1:0. Doch der starke Keeper der Gastgeber vereitelte mehrere Großchancen, ehe Till Rauschenberger kurz vor der Pause die wohl beste Möglichkeit liegen ließ und im Sechzehner den Ball aus bester Position nicht im Netz unterbrachte.
Wie so oft im Fußball rächte sich die Chancenverwertung: Nach einigen unnötigen Ballverlusten und Fouls im Mittelfeld, wurden die Gastgeber durch Standardsituationen gefährlicher. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Asbach verwandelte den umstrittenen Elfmeter zum überraschenden 1:0-Halbzeitstand (45.+3).
😲 Der Schock: Asbach erhöht auf 2:0
Auch nach dem Seitenwechsel fand der VfB zunächst nicht zurück zu seiner spielerischen Dominanz. Asbach kämpfte leidenschaftlich und schnupperte mehrfach an der Vorentscheidung. Nur eine starke Parade von Pokaltorwart Philipp Nüsse verhinderte zunächst das zweite Gegentor.
In der 80. Minute war es dann aber doch soweit: Nach einem gewonnenen Zweikampf traf der Bezirksligist per Kopf zum 2:0 – die Überraschung schien greifbar.
🔥 Manuel Rott entfacht das Pokalfeuer
Doch wer dachte, die Partie sei entschieden, hatte die Rechnung ohne Manuel Rott gemacht.
⚽ 87. Minute: Rott erzielt den wichtigen Anschlusstreffer zum 2:1 und eröffnet die dramatische Schlussphase.
💥 Nur eine Minute später landet ein Linzer Abschluss an der Latte.
⚽ 90.+2 Minute: Wieder ist es Manuel Rott, der nach einem schnellen Angriff eiskalt zum 2:2 einschiebt und den VfB Linz in die Verlängerung rettet.
Die Kaiserbergelf war zurück – und wie!
⏱️ Verlängerung mit dem nächsten Rückschlag
In der Verlängerung übernahm Linz erneut die Kontrolle und erspielte sich zahlreiche Chancen. Doch sowohl Till Rauschenberger als auch Fabio Schopp scheiterten am Asbacher Torhüter.
Stattdessen schlug Asbach erneut eiskalt zu: In der 110. Minute schlug ein Traumschuss aus rund 16 Metern unhaltbar zum 3:2 ein.
Doch an diesem Abend hatte Manuel Rott noch nicht genug.
⚽ 115. Minute: Mit seinem dritten Treffer des Spiels krönte er seine überragende Leistung und sorgte für den viel umjubelten 3:3-Ausgleich.
Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen.
🎯 Ein Elfmeter für die Fußball-Geschichtsbücher
Auch vom Punkt blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Nachdem Philipp Nüsse den vorletzten Asbacher Elfmeter parieren konnte, lag die Entscheidung auf den Schultern von Fabio Schopp.
Sein Schuss wurde zwar zunächst vom Torhüter abgewehrt, doch der Ball sprang mit unglaublichem Rückwärtsdrall wieder Richtung Tor und rollte tatsächlich über die Linie.
Ein kurioses Tor, das wohl niemand auf dem Sportplatz so schnell vergessen wird! 🤯⚽
❤️ Moral bewiesen – VfB Linz zieht in die nächste Runde ein
Am Ende gewann der VfB Linz das Elfmeterschießen mit 5:3 und zieht damit glücklich, aber keineswegs unverdient in die nächste Runde des Rheinlandpokals ein.
Gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden TuS Asbach benötigte die Kaiserbergelf neben großem Kampfgeist, beeindruckender Moral und einem überragenden Manuel Rott auch das berühmte Quäntchen Glück.
Nach 120 packenden Minuten dürften Mannschaft, Trainerteam und Fans tief durchatmen – dieser Pokalabend hatte wirklich alles, was den Fußball so besonders macht.
📊 Spiel auf einen Blick
🏆 Rheinlandpokal – 1. Runde
TuS Asbach – VfB Linz 6:8 n.E. (3:3 n.V., 1:0)
TuS Asbach: Klaus Selbach (40) – Moritz Kuhn (05), Manuel Buda (07), Fabian Eckloff (10), Jan Kowalski (13), Arne Funk (14), Bennet Lorenz (16), Philipp Germscheid (17), Jan Warmsbach (19), Nico Sven Hermann (20), Kilian Limbach (21)
VfB Linz: Philipp Nüsse (21) – Ceyhun Konez (02), Dogus Konez (03), Yannick Dillmann (04) (60. Milot), Niklas Klein (05), Yannick Becker (06), Manuel Rott (09), Luca Stoffels (13), Till Rauschenberger (14), Moritz Rott (16), Fabio Schopp (27)
Schiedsrichter: Manuel Mück
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Philipp Germscheid (45.+3, FE), 2:0 Philipp Germscheid (80.), 2:1 Manuel Rott (87.), 2:2 Manuel Rott (90.+2), 3:2 Thomas Kriebel (110.), 3:3 Manuel Rott (118.)
Elfmeterschießen: Sieg für den VfB Linz (Entscheidung durch Fabio Schopp)
Fotos der Partie
©Max Jäger / @maxjaeger.media



























































































































