Irgendwann ist das Glück aufgebraucht

„Irgendwann ist das Glück aufgebraucht“, so treffend formulierte es der Linzer Trainer Paul Becker nach dem 1:1 (0:0) seiner Schützlinge beim FSV Salmrohr. Die Freude über den einen Punkt war angesichts der, vor allem in der zweiten Hälfte, gezeigten Leistung nicht sehr groß.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Nach der langen Anfahrt kam die Kaiserbergelf in der ersten Halbzeit vor 150 Zuschauern gut in die Partie. Genauso wie Salmrohr auf der anderen Seite, konnte der VfB zunächst keine zwingenden Torgelegenheiten verzeichnen. Die Aktionen fanden hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt. Nach etwa einer halben Stunde nahmen die Gastgeber jedoch mehr und mehr das Heft in die Hand. Zunächst war es der Salmrohrer Marco Unnerstall, der die erste gute Chance hatte. Doch VfB-Keeper Lothar Hilkes war auf dem Posten und parierte glänzend. Nur fünf Minute später die nächste Gelegenheit für die Salmtaler, als Oliver Mennicke eine Direktabnahme knapp neben das VfB-Tor setzte.

Jetzt zeigten sich auch die Linzer vor dem gegnerischen Kasten. Aber sowohl gegen Eray Kizilkan (38.) und vor allem gegen Michael Fiebiger (40.) blieb FSV-Torhüter Popescu mit einer Glanzparade Sieger. So blieb es beim leistungserechten 0:0 mit dem beide Mannschaften in der Kabine verschwanden.

Linz nach der Pause abgemeldet

Was auch immer sich die Linzer Spieler für die zweite Hälfte vorgenommen hatten, es kann nicht viel mit dem Gezeigten zu tun gehabt haben. Denn nach Wiederbeginn war die Truppe kaum wiederzuerkennen. Salmrohr wurde immer stärker und beim VfB lief fast gar nichts mehr zusammen. So dauerte es auch nicht lange, bis die Heimelf mit 1:0 (51.) in Führung ging. Niklas Lames leitete den Angriff mit einem langen Ball auf Marco Unnerstall ein, dessen Schuss ins lange Eck für Lothar Hilkes im Kasten des VfB nicht zu halten war. Der FSV wollte nun mehr und drückten auf den zweiten Treffer. Doch auch beste Konterchancen ließen die Gastgebern liegen.

Vom VfB war in dieser Phase nichts zu sehen. Selbst die kurz hintereinander eingewechselten Mario Seitz, Moritz Rott und Fabian Weber konnten nicht für Entlastung sorgen. Und doch sollte sich einer der drei für seine Einwechslung noch bedanken. Als alle mit einem knappen, aber verdienten Heimsieg der Salmrohrer rechneten, schlug Mario Seitz zu. Mit einer feinen Einzelleistung und einem strammen Schuss ins rechte Eck sorgte der Linksfuß für den vielumjubelten Ausgleichstreffer in der 90. Minute.

Deutliche Steigerung am Mittwoch notwendig

Auf der anschließenden Pressekonferenz war Trainer Paul Becker sichtlich unwohl und sprach von einem mehr als glücklichen Punktegewinn seiner Mannschaft. Man darf gespannt sein, ob die Kaiserbergelf im nächsten Spiel das Glück weiterhin so strapazieren will. „Zehn Punkte aus vier Spielen klingt toll. Aber so wie heute in Salmrohr, dürfen wir uns am Mittwoch im Derby gegen Windhagen nicht präsentieren.“, analysierte Becker treffsicher und wagte einen Ausblick auf die kommende Partie.

Am Mittwoch steht wohl das wichtigste Spiel der Hinrunde an. Zum einen gilt es die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage fortzusetzen, zum anderen möchte kein Linzer das Derby gegen Windhagen verlieren. Also Jungs, Salmrohr abhaken, die Lehren daraus ziehen und Mittwoch alles rein werfen.

2018-10-01T18:34:46+00:00Oktober 1, 2018|1. Mannschaft, Fußball|