Mit einer 1:2-Niederlage kehrte die Kaiserbergelf am Sonntag vom Auswärtsspiel bei Eintracht Trier II zurück. Trotz des hohen Aufwands und des großen Einsatzes stand der VfB am Ende mit leeren Händen da. Derzeit gelingt es dem Rheinlandligisten aus der bunten Stadt einfach nicht, sich mit Punkten zu belohnen. Die Gründe sind vielfältig.
Fehlerquote zu hoch
Der Gast aus Linz trat mutig auf und lief die Trierer Mannschaft hoch an. Immer wieder versuchten die schnellen Linzer Spieler den Spielaufbau der Trierer zu stören. Das gelang auch vielfach, so dass die Heimmannschaft zunächst kaum zu Chancen kam. Doch wie immer in den vergangenen Wochen streute die Schuster-Elf bei eigenem Ballbesitz immer wieder kleine Fehler ein: Ballverluste durch Fehlpässe, technische Fehler in der Ballbehandlung oder schlicht falsche Entscheidungen im Spielaufbau.
Ein erfahrener Gegner nutzt das gnadenlos aus. So auch Trier II. Die Mannschaft ist routiniert und verfügt über zahlreiche Spieler, die Erfahrungen aus höheren Spielklassen mitbringen und / oder gar dem aktuellen Regionaliga-Kader angehören. So musste die junge Schuster-Elf erneut Lehrgeld bezahlen. Nach einem Linzer Ballverlust im Spielaufbau kombinierte sich Trier schnell nach vorn und sorgte durch einen strammen Schuss von Vincent Boesen in der 11. Minute für die Führung der Heimmannschaft.
Linz ließ die Köpfe nicht hängen und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. Doch die meisten Angriffe wurden durch die erfahrene Trierer Abwehr abgefangen, so dass es selten gefährlich wurde vor dem Tor. Trier seinerseits bewahrte Ruhe, ließ den Gegner laufen und wartete auf weitere Gelegenheiten. Die kamen dann wie von selbst, denn erneut verlor Linz den Ball auf dem Weg nach vorne. Trier ließ sich nicht lange bitten und erzielte durch Jan-Lucas Dorow das 2:0 in der 43. Minute.
Zweifelhafter Platzverweis
In der zweiten Hälfte verstärkte der VfB seinen Einsatz nochmal, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Wenige Chancen ergaben sich, doch die waren nicht zwingend genug. Trier hingegen spielte abwartend und nutzte einige Konter für gefährliche Angriffe, die aber ebenfalls erfolglos blieben. In der 84. Minute musste die Kaiserbergelf dann noch einen Platzverweis hinnehmen. Der junge Schiedsrichter der Partie, Moritz Schillo, wertete ein Halten von Milot Juniku vor dem Strafraum als Notbremse und stellte den Linzer Spieler vom Platz. Sicher eine fragwürdige Entscheidung, weil Juniku nicht letzter Mann war.
Doch auch nach diesem Rückschlag gab der VfB nicht auf und erzielte in der 87. Minute noch den Anschlusstreffer. Zu spät, denn zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Linz warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch Trier hielt dem Druck stand.
Nächstes Heimspiel bereits am Mittwoch
In der Vorbereitung auf das Heimspiel am kommenden Mittwoch, 18. März, gegen den VfB Wissen, kann Trainer Thomas Schuster auf die positiven Spielphasen verweisen, in denen der VfB mit seinem schnellen Angriffsspiel den Gegner hin und wieder in Verlegenheit brachte. Abstellen muss er allerdings die leichtfertigen Ballverluste. Wenn das gelingt, kann sich das erhoffte Erfolgserlebnis gegen den VfB Wissen einstellen.
Trier II: Schmit – Maurer, Erasmy, Schuch (46. Yavuz), Hoffmann (46. Yere), Dorow (90. Jost), Awassi, Gorges, Morlaye (76. Yushkevich), Wacht (66. Mustafic), Boesen.
Linz: Wielpütz – Sahlan (60. Sejdija), Juniku, Klein, Armin Siljkovic, Mamuti – M. Siljkovic, Becker (60. J. Kirschbaum) – Schopp (60. Mo. Rott), L. Kirschbaum (31. Adis Siljkovic), Kill (60. Kubatta).
Schiedsrichter: Moritz Schillo (Longuich).
Zuschauer: 65.
Tore: 1:0 Vincent Boesen (11.), 2:0 Jan-Lucas Dorow (43.), 2:1 Adis Siljkovic (87.).
Besonderheit: Rote Karte für Juniku wegen Notbremse (Linz, 84.).
Video Highlights der Partie
Fotos der Partie
©Max Jäger / @maxjaeger.media


























































































