Foto: Alfred Mehles

Am Ende fehlte nicht viel, doch der erhoffte Punktgewinn blieb aus: Die 1. Mannschaft des VfB Linz unterlag am Freitagabend, 28. Februar 2026, bei der SG Schneifel 2006 unglücklich mit 2:3. In der Rheinlandliga zeigte die Kaiserbergelf beim Tabellendritten in der Fair-Play-Arena in Jünkerath jedoch eine engagierte und mutige Vorstellung.

Führung nach starker erster Hälfte

Von Beginn an überraschten die Linzer mit einem äußerst beherzten Auftritt. Mit hohem läuferischem Aufwand und aggressivem Zweikampfverhalten störten sie früh das Aufbauspiel der Gastgeber und machten deutlich, dass sie sich keineswegs verstecken wollten. Zwar kam Schneifel zu ersten Halbchancen, doch VfB-Keeper Tyron Wielpütz war bei einem Distanzschuss aus rund 20 Metern sicher zur Stelle.

In der 23. Minute belohnte sich der VfB für seine starke Anfangsphase: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer schnellen Kombination landete der Ball bei Linus Tücke, der überlegt zur 1:0-Führung für die Gäste einschob. Der Spielfluss der Heimmannschaft war nun merklich gestört, viele Angriffe verpufften früh. Linz blieb das gefährlichere Team und hatte in der 32. Minute sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch Fabio Schopps Lupfer von der Strafraumkante verfehlte das Tor knapp. Auch ein gefährlicher Freistoß in der 39. Minute brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Trotz der überzeugenden Leistung mussten die Linzer kurz vor der Pause den Ausgleich hinnehmen (44.). Doch die Antwort folgte prompt: Ein Patzer des Schneifeler Torhüters, der am Ball vorbeitrat, ermöglichte Adis Siljkovic die verdiente 2:1-Halbzeitführung für den VfB.

Schmeichelhafter Elfmeter bringt Schneifel zurück

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Schneifel den Druck und drängte auf den Ausgleich. Die Linzer hielten mit viel Einsatz dagegen, mussten jedoch in der 54. Minute einen schmeichelhaften Elfmeter zum 2:2 hinnehmen. In der Folge übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Spielkontrolle. Der VfB stemmte sich mit großer Laufbereitschaft gegen die Angriffswellen, konnte jedoch nicht alle schnellen Vorstöße unterbinden. Einer davon führte in der 81. Minute zur 3:2-Führung für Schneifel, als Michael Zeimens eine Kombination über die linke Abwehrseite vollendete.

Dabei lag das Momentum kurz zuvor beinahe auf Linzer Seite: Nach einem Entlastungsangriff bekam der VfB einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen, doch Florian Mamuti traf nur die Unterkante der Latte.

Unterm Strich bleibt eine sehr couragierte Auswärtsleistung der Kaiserbergelf. Trotz zahlreicher Ausfälle präsentierte sich die junge Linzer Mannschaft deutlich verbessert, mutig und spielstark. Zum Punktgewinn fehlte am Ende nur wenig – vielleicht ein Quäntchen Glück und ein bisschen Erfahrung.

Schneifel: Koziol – Bauer (67. Krämer), Pidde (90.+4 Moitzheim), Görres (90.+2 Kerner), Davis Spruds, Reetz, Backes (87. Babendererde), Dans Spruds, Stolz (57. Bück), Zeimmes, Zapp.

Linz: Wielpütz – Mo. Rott (73. Kill), Schlebach, Armin Siljkovic, Sahlan (87. Juniku) – Krupp (73. L. Kirschbaum), Becker (89. Rauschenberger) – Schopp, Mamuti – Tücke, Adis Siljkovic.

Schiedsrichter: Dominik Franklin (Laufeld).

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Linus Tücke (22.), 1:1 Jan Pidde (44.), 1:2 Adis Siljkovic (45), 2:2 Pidde (55./Foulelfmeter), 3:2 Michael Zeimmes (80.)