19.04.2017 21:38

Moog geht nach 30 Jahren an der Spitze in den sportlichen Ruhestand: VfB Linz braucht neuen Vereinschef

Kategorie: Allgemein, Badminton, Fußball, Hobbysport, Leichtathletik, Tischtennis
Uli Moog ist in den sportlichen Ruhestand getreten. Nach 30 Jahren alsVorsitzender des VfB Linz stellte er sich nicht erneut zur Wahl. Foto: Sabine Nitsch

Uli Moog ist in den sportlichen Ruhestand getreten. Nach 30 Jahren alsVorsitzender des VfB Linz stellte er sich nicht erneut zur Wahl. Foto: Sabine Nitsch

Beim VfB Linz ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach 30 Jahren als Vorsitzender hat Ulrich Moog sein Amt niedergelegt. Auch den Posten als Leiter der Leichtathletikabteilung hat er zur Verfügung gestellt, um ihn in jüngere Hände zu legen. „Der VfB Linz ist gut aufgestellt. Ich verlasse kein sinkendes Schiff“, betont Moog schmunzelnd im Gespräch mit der RZ. „Ich bin froh, dass ich jetzt etwas kürzertreten kann. Der VfB Linz hat sportlich gesehen hervorragende Perspektiven“, meint der 72-Jährige, der bereits 1967 als aktiver Spieler der ersten und zweiten Mannschaft zum VfB Linz kam.

Das Leben von Uli Moog, der bis vor sieben Jahren Konrektor der Linzer Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule war, gehörte, wie er selbst lachend zugibt, dem Verein. Von 1967 bis 1973 war er Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich – C- und A-Jugend sowie die erste Mannschaft. Allein die A-Jugend hatte zweimal in der Woche Training und am Wochenende ein Spiel. Moog trainierte mit der ersten Mannschaft und war beim Spiel am Sonntag im Einsatz. „Meine Frau hat mich da nicht so oft gesehen, aber zum Spiel der ersten Mannschaft kam sie häufig mit“, berichtet er.

1985 wurde er stellvertretender Vorsitzender, 1987 wurde er zum Vereinschef gewählt. Seit 2006 war er zudem Abteilungsleiter Leichtathletik. In seiner Amtszeit, und darauf ist er besonders stolz, holten sich Linzer Leichtathleten zwei Rheinland-Meistertitel, sie siegten dreimal in Folge in den vergangene Jahren beim Osterlauf und sechsmal in Folge beim Nikolauslauf in Erpel. Die Fußballer spielten von 1978 bis 1983 und noch einmal 2012 und 2013 in der Rheinlandliga, erinnert er an Erfolge seines Vereins. Rund 600 Mitglieder hat der VfB. Die Fußballabteilung ist mit 340 die stärkste, gefolgt von den Leichtathleten mit 80 Aktiven, die alle im Kaiserbergstadion auf dem modernen Kunstrasenplatz trainieren.

Moog konnte seine Passion in einzigartiger Weise mit seinem Beruf kombinieren. In den vergangenen 30 Jahren haben wohl alle Linzer Pänz entweder bei ihm die Schulbank gedrückt oder bei ihm trainiert. „Gute sportliche Leistungen im Verein wurden auch positiv bei der Sportnote berücksichtigt“, erzählt er. Mal abgesehen davon, dass er ein gutes Auge auf den Nachwuchs hatte. „Es ist großartig, wie viele Kinder bei uns trainieren und damit bewegt werden“, freut er sich darüber, dass das neue Minispielfeld so stark von den Kindern und Jugendlichen angenommen wird. Auch der Kunstrasenplatz, auf dem jeden Tag mindestens drei Jugendmannschaft parallel trainieren, während die Leichtathleten ihre Runden drehen, entstand in seiner Amtszeit.

Für sein Engagement erhielt Moog etliche Ehrungen. Unter anderem die Ehrennadel der Stadt Linz, aber auch Ehrungen der Verbandsgemeinde Linz, des Sportbunds Rheinland, des Landesportbunds und des Fußballverbands. Jetzt aber sollen Jüngere ran, wünscht sich Moog. Er selbst engagiert sich noch im Hobbysport und legt immer noch das Goldene Sportabzeichen ab. Natürlich macht er nicht nur mit, sondern ist auch im Organisationsteam. „174 Sportabzeichen wurden zuletzt abgenommen. Das ist Rekord beim VfB“, sagt er. Sein Engagement wird dem Verein fehlen. Aber: „Im Garten gibt es viel zu tun“, meint er lachend. „Als ich 1986 mit der Vorstandsarbeit begonnen habe, blickte der Verein auf einen Schuldenberg von 16.000 Mark. Jetzt hat der VfB einen Jahresumsatz von 150.000 Euro. Der Verein ist also finanziell gesund“, betont Moog und will damit offensichtlich für die Vorstandsarbeit werben. Denn noch hat sich kein Nachfolger für das Amt des Vorsitzenden gefunden.

Quelle: Rhein-Zeitung

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