06.08.2017 22:36

Der VfB Linz verspielt seine 2:0-Führung gegen den SV Morbach

Kategorie: Fußball, 1. Mannschaft
Der Linzer Torschütze zum 1:0, Leonor Tolaj (Mitte), versucht in dieser Situation vergeblich einen Pass des Morbachers Yannik Kerzan zu verhindern. Hinten lauert Tolajs Teamkamerad Yannik Becker auf den Ball. Kerzan glich in der Nachspielzeit für die Gäste zum 2:2 aus. Foto: Creativ/Heinz-Werner Lamberz

Der Linzer Torschütze zum 1:0, Leonor Tolaj (Mitte), versucht in dieser Situation vergeblich einen Pass des Morbachers Yannik Kerzan zu verhindern. Hinten lauert Tolajs Teamkamerad Yannik Becker auf den Ball. Kerzan glich in der Nachspielzeit für die Gäste zum 2:2 aus. Foto: Creativ/Heinz-Werner Lamberz

Die Heimspielpremiere für den VfB Linz in der Fußball-Rheinlandliga ist nicht ganz geglückt. Das Team von VfB-Trainer Paul Becker und der SV Morbach trennten sich 2:2 (1:0) unentschieden.

Dabei sah es für die Gastgeber lange Zeit sogar nach einem Dreier im heimischen Stadion aus. Die Kaiserbergelf präsentierte den 150 Zuschauern schnellen und guten Kombinationsfußball und machte es den Gästen aus dem Hunsrück schwer, in ihr Spiel zu finden. Zu behäbig agierten die Gäste in den Zweikämpfen und brachten mit ungenauen Pässen die Gastgeber immer wieder in Ballbesitz. Einen dieser Ballgewinne nutzte Andreas Schuht und brachte den Ball über die linke Seite in Richtung Morbacher Strafraum, passte quer auf Michael Fiebiger, der den besser postierten Leonor Tolaj bediente. Tolaj zog ab und brachte seine Farben mit 1:0 in Führung (18.).

Munter ging die Partie weiter, ohne jedoch für weitere große Chancen auf beiden Seiten zu sorgen. Morbach versuchte sein Glück das ein oder andere Mal aus der Distanz, ohne jedoch den Linzer Torwart Yannik Diener gefährden zu können.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Linzer die größte Möglichkeit, ihre Führung auszubauen, doch nach einer Flanke von Fiebiger scheiterte Mario Seitz aus kurzer Distanz an Morbachs Torwart Lukas Gibbert. Besser lief es in der 57. Minute, dieses Mal passte Seitz auf Fiebiger, der Gibbert keine Abwehrchance ließ und zum 2:0 traf.

Nach dem Treffer bröckelte die Überlegenheit der Gastgeber jedoch zusehends. „Morbach hat alles nach vorne geworfen und auch mehr Druck gegen den Ball gemacht. Aber wir müssen die Konter einfach sauber ausspielen und das 3:0 machen“, ärgerte sich der Linzer Trainer Paul Becker. Denn das 3:0 wollte nicht fallen – nach Vorarbeit von Fiebiger krachte der Ball nur an die Latte des Morbacher Kastens (72.). Stattdessen drückten die Gäste aber nun immer weiter Richtung Linzer Kasten. Casmir Mbachu prüfte Diener zwei Mal (62., 75.), ehe der Linzer Keeper in der 85. Minute doch hinter sich greifen musste. Mit einem sehenswerten Schlenzer ins obere rechte Eck erzielte Mbachu den 2:1-Anschlusstreffer. Morbach setzte nach und nutzte die Nachspielzeit von vier Minuten. Nach einem Freistoß von André Spengler ins Getümmel des Linzer Strafraums markierte Yannik Kerzan aus kurzer Distanz das 2:2 (90. + 2).

„Wenn man so spät noch die Tore schießt, muss man schon zufrieden sein. Aber wir waren im letzten Drittel zu harmlos und sind zu naiv in die Zweikämpfe gegangen. Das müssen wir abstellen, sonst wird es ganz schwer in der Rheinlandliga. Das wir es können, hat man ja gesehen“, sagte Morbachs Trainer Thorsten Haubst.

„Aufgrund der Chancen ist es eine gefühlte Niederlage. Die Gegentore sind unglücklich gefallen, legen wir das 3:0 nach, und die Chancen waren ja da, dann sieht es anders aus. Aber wir werden unsere Schlüsse daraus ziehen und weiter lernen und fahren optimistisch zum nächsten Spiel nach Trier“, war der VfB-Trainer Becker zwar enttäuscht vom Punkteverlust, zeigte sich insgesamt aber zufrieden mit der Leistung seines Teams.

VfB Linz: Diener – Aslan, Dillmann, Lacher, Kyrion – Mario Seitz (88. Lemke), Krupp, Yannik Becker, Schuht (73. Friese) – Tolaj (80. Ramovic), Fiebiger.

SV Morbach: Gibbert – Schultheis, Haubst (46. Kerzan), Hoffmann, Ruster – Inal, Weber, Marx (57. Keller), Mart (65. Spengler) – Schell, Mbachu.

Schiedsrichter: Matthias Vogel (Wallmenroth).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Leonor Tolaj (18.), 2:0 Michael Fiebiger (57.), 2:1 Casmir Ogbonna Mbachu (85.), 2:2 Yannik Kerzan (90. + 2).

Quelle: Rhein-Zeitung